29.9.-1./3.10.2017: Offenes Jahrestreffen in Hannover

Seit 2009 gibt es in Hannover ein alljährlich stattfindendes Treffen von Menschen, die sich für Persönlichkeitsrechte, Privatsphäre und Datenschutz interessieren.

Das Treffen war in den ersten Jahren das Sommertreffen des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung und wird seit 2014 vom freiheitsfoo organisatorisch fortgeführt, als ausdrücklich offenes Treffen für alle Interessierte.

In diesem Jahr wird das Treffen am Wochenende nach der Bundestagswahl, deswegen als „Herbsttreffen“ stattfinden, also

vom 29.9. – 1.10.2017.

Es gibt die Option, das Treffen, andere Aktivitäten oder eine gemeinsame Rundreise an interessante Orte im Land auf die zwei Tage danach bis zum 3.10.2017 auszudehnen, den „Tag der deutschen Einheit“. Dazu gibt es aber noch keine festen Pläne, Vorschläge sind gerne willkommen.

Das Treffen ist offen, kostenlos und anmeldefrei.

Jede und jeder mit Interesse ist herzlich willkommen!

„Offen“ heißt auch, dass ausdrücklich keine Voraussetzungen oder „besonderes Wissen oder Fähigkeiten“ nötig sind, um sich zu trauen, mit dabei zu sein.

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Niedersächsische Polizei: Keine Auskunft über Datenweiterleitungen an Dritte

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90 mal mehr rechtsextreme als linksextreme Verdachtsfälle in der „Bundeswehr“

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Recherchiert&Dokumentiert: Abstimmverhalten der Länder im Bundesrat am 10.3.2017

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93. Konferenz der Datenschutzbeauftragten gibt sich kämpferisch

Barbara Thiel, die niedersächsische Landesdatenschutzbeauftragte, am 30.3.2017 in Göttingen

In den vergangenen zwei Tagen trafen sich die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder im niedersächsischen Göttingen zur 93. gemeinsamen Datenschutzkonferenz (DSK). Heute stellte die niedersächsische Landesdatenschutzbeauftragte, Frau Barbara Thiel, als derzeit Vorsitzende der Konferenz die Ergebnisse der Sitzungen vor.

Dabei setzten die behördlichen Datenschützer zwei besondere Schwerpunkte:

1. In einer „Göttinger Erklärung“ ruft die Konferenz Politik und Wirtschaft dazu auf, den hohen Wert des Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung zu achten und nicht als Hindernis sondern als als Voraussetzung für eine zukunftsfähige Gesellschaft zu würdigen.

2. Dem im Berliner Südkreuz-Bahnhof verorteten und von von der Bundesregierung vorangetriebenen Pilotprojekt, das Videoüberwachung des öffentlichen Raums mit biometrischer Identifizierungstechnik verkoppelt, bescheinigen die Datenschützer klar die Verfassungswidrigkeit. Sie warnen vor „massiven gesellschaftlichen Problemen“ und fordern die Erstellung einer ausführlichen Rechtsgrundlage im Vorfeld.

Im folgenden hierzu ein paar weitere Erläuterungen und weitere Informationen aus der Pressekonferenz:

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Transparenz- und Journalistenverbände: Niedersächsiches Informationszugangsgesetz als Mittel gegen kritischen Dialog in einer offenen Gesellschaft

Anfang 2013 hat die neue rot-grüne Landesregierung in Niedersachsen ein „Informationsfreiheits- und Transparenzgesetz“ versprochen. Ende Januar 2017 stellt sie erstmals den Entwurf eines „Informationszugangsgesetzes“ der Öffentlichkeit vor. Über die dazu hinter verschlossenen Türen laufende „Verbandsanhörung“ herrscht Schweigen.

Wir veröffentlichen hiermit die sonderbar zusammengestellte Liste der vom Niedersächsischen Justizministerium zur nicht-öffentlichen Stellungnahme eingeladenen Gruppen und Verbänden.

Außerdem geben wir wieder, was andere Transparenz-Sachkundige und Journalistenverbände zu dem Entwurf sagen. Auszugsweise vorweg ein kurzer Auszug aus der Stellungnahme des „Netzwerks Recherche“, der uns am treffendsten formuliert erscheint:

„Wenn Wissen erforderlich ist für den kritischen Dialog in einer offenen Gesellschaft und als Basis für eine lebendige Demokratie, dann zeigt dieser Gesetzentwurf: Genau dies, die informatorische Teilhabe an der Macht, der kritische und wohlinformierte Dialog und die lebendige Demokratie sind offenbar nicht erwünscht.“

Doch im Einzelnen:

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Zeitzeichen, 4

victor-klemperer-cc-by-sa-bundesarchiv_bild_183-s90733-mod-freiheitsfooIn unserer Kategorie „Zeitzeichen“ rezitieren wir in unregelmäßigen Abständen und in ebenso unregelmäßigem Umfang Nachrichtenschnipsel oder Zitate, die wir als möglicherweise stellvertretende Beispiele für größere Entwicklungen und gesellschaftliche Symptome empfinden: als Zeitzeichen.

Wir behalten uns vor, dieses oder jenes kurz zu kommentieren oder zu bewerten, oder auch nicht. :)

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freiheitsfoo-Wahlprüfsteine zur Saarland-Landtagswahl

Wahlprüfstein-Übersicht zur Saarland-Landtagswahl am 26.3.2017 (Download PDF-Dokument)

Zu den drei bevorstehenden Landtagswahlen (26.3.17 Saarland, 7.5.17 Schleswig-Holstein, 14.5.17 Nordrhein-Westfalen) haben wir alle an den Wahlen teilnehmenden Parteien angeschrieben und um Stellungnahme zu 15 (in allen Bundesländern gleichartige) Wahlprüfsteinen gebeten. Es geht um Polizeiarbeit, Demonstrationsfreiheit, um informationelle Selbstbestimmung und um die Transparenz behördlichen Arbeitens.

Hiermit veröffentlichen wir die Rückmeldungen zu der am kommenden Sonntag bevorstehenden Landtagswahl im Saarland.

Die vollständigen Antworten, die genaue Fragestellungen und die Reaktionen (oder Nicht-Reaktionen!) der Parteien sind ausführlich auf unserer dazugehörigen Wikiseite nachzulesen, eine grobe und bereits gewichtete Übersicht als Bild nebenan (zum Vergrößern anklicken) oder hier als PDF-Dokument.

Im Folgenden noch einige Besonderheiten der Antworten (oder Nicht-Antworten) aus der Befragung der saarländischen Parteien:

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Bundesverfassungsgericht stärkt Versammlungsfreiheit: Bei Illegaler Freiheitsenziehung durch die Polizei muss diese dafür Geld bezahlen

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Polizei-Soziologe über die fragwürdige Behauptung zunehmender Gewalt an Polizisten und die Bedrohung der offenen Gesellschaft durch das geplante Polizei-Sonderstrafrecht

Screenshot aus dem im Beitrag verlinkten WDR-Monitor-Interview mit Rafael Behr

Über das unsinnige und gesellschaftlich riskante Vorhaben der großen Koalition, ein Sonderstrafrecht für Polizisten, Soldaten, Sanitäter, Feuerwehrleute und andere „Amtsträger“ einführen zu wollen, hatten wir zuletzt erst kritisch berichtet.

Als offizielle Begründung in der Debatte hierzu muss stets die Behauptung herhalten, dass die Gewalt gegenüber Polizeibeamten zuletzt deutlich zugenommen habe. Wie ein Bericht des WDR-Politmagazins „Monitor“ vom 9.3.2017 nun zutreffend analysiert, ist diese Annahme mehr als zweifelhaft, vermutlich sogar einfach schlicht falsch.

Neben dem eigentlichen Bericht stellt der WDR einen Ausschnitt aus einem Interview mit dem an der Hamburger Polizeiakademie lehrenden „Polizei-Soziologen“ Rafael Behr zur Verfügung, das wir in diesem Zusammenhang für wichtig, hörens- und lesenswert halten.

Herr Behr erläutert nicht nur die Fragwürdigkeit der Behauptung, dass es mehr Gewalt an Polizisten und Polizistinnen gäbe, der Soziologe warnt vor allem dringend vor einer Bedrohung für unsere offene Gesellschaft durch die geplante Verschärfung des Strafgesetzbuchs in Form eines Sonderstrafrechts für Polizeibeamte:

 

Wir haben das knapp 6minütigen Interview des WDR mit Herrn Behr transkribiert und stellen diesen Text hiermit der Öffentlichkeit zur Verfügung – die Hervorhebungen im Text stammen von uns:

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