Jährliche Kosten zur Instandhaltung der Videoüberwachung des hannoverschen Bus- und Bahnbetreibers: 275.000 Euro – und das ohne zu wissen, ob die Überwachung einen Nutzen hat!

Das bestätigte uns die hannoversche ÜSTRA AG nun nochmals auf explizite Nachfrage.

In den vorherigen Jahren hatte die ÜSTRA dagegen auf Nachfrage im Zuge der AG-Hauptversammlungen dagegen stets von nur 5.000 Euro Kosten gesprochen. Dass diese Angabe falsch gewesen ist, erklärt man (ohne weitere Entschuldigung) nun so:

„Die Hauptkosten für ext. Dienstleistungen (Wartung und Instandsetzung) wurden leider nicht berücksichtigt.“

Zur Erinnerung – die Frage des Aktionärs lautete (wie in jedem Jahr) wie folgt:

„Wie hoch sind die jährlichen Betriebs-, Führungs- und Instandhaltungskosten für die Videoüberwachungstechnik der üstra?“

Na, da kann es schon mal leicht passieren, die Wartungs- und Reparaturkosten in Höhe von 270.000 Euro (pro Jahr) zu übersehen …

Übrigens:

Die Zuschüsse der öffentlichen Hand zur Stärkung und Finanzierung des Bus- und Bahnverkehrs werden seit Jahren programmatisch stückweise abgebaut. Öffentlicher Personennahverkehr darf nach Willen der zuständigen Politiker von Stadt und Region Hannover nicht mehr subventioniert werden, was einer Bevorteilung des umwelt- und menschenvernichtenden motorisierten Individualverkehrs gleichkommt. Aus diesem Grunde steigen die Fahrkartenpreise der ÜSTRA ebenso regelmäßig wie geplant.

Die Fahrgäste bezahlen also selber dafür, sinnlos videoüberwacht zu werden.

Warum sinnlos?

Sinnlos als Behauptung deshalb, weil die ÜSTRA eigenen Angaben zufolge keinerlei Informationen darüber hat und von der Polizei auch keine Informationen darüber erhält, ob oder in welchem faktischen Umfang die Videoüberwachung bei der Verfolgung oder Verhinderung von Straftaten nützlich ist. Das will die Polizei auch ausdrücklich nicht ändern, teilte sie uns erst kürzlich auf Nachfrage dazu mit.

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